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SOUND MAPPING KREUZBERG – EINE KRITISCHE KARTIERUNG im Rahmen des OPENiT Festivals

23 Sep

Ein klassisches Format der Mobilen Universität ist die „Impuls-Universität“, die vom Impulsbüro mikromakro entwickelt wurde. Der Idee liegt zugrunde, dass alle lokalen EinwohnerInnen als ExpertInnEn für ihr Lebensumfeld sind und deshalb auch für lokale Prozesse primäre Ansprechpartner sein sollten.

Ziel einer „Impuls-Universität“ ist es, die Aufmerksamkeit auf bisher nicht beachtete oder ungewöhnliche Phänomene der Stadt zu lenken und entlang einer These oder expliziten Fragestellung zum einen gemeinsame Lerneffekte zu initialisieren und zum anderen einen lokalen Wissensspeicher zu schaffen. Ergänzt wird dieses Wissen durch Meinungen und Kenntnisse nicht-lokaler TeilnehmerInnen, die nicht nur einen Blick von aussen mitbringen, sondern auch die durch direkte oder indirekte Betroffenheit eingeschränkte Sicht hinterfragen, diese herausfordern und ergänzen. Die Vision ist, dass aus dieser Konstellation ein gemeinsamer Diskussionsprozess entspringt, der die Grundlage für ein gemeinsames „Impuls-Forschungsprojekt“ bietet.

Im Rahmen des vom 26. – 29. September 2013 in Berlin Kreuzberg stattfindenden OPENiT Festivals haben wir uns kurzfristig entschlossen eine Impuls-Universität zu Fragen der offensichtlichen Gentrifizierung rund um den Moritzplatz anzubieten. Unter dem Titel SOUND MAPPING KREUZBERG und der Fragestellung, ob Gentrifizierung sinnlich erlebbar ist, wollen wir eine kritische Kartierung rund um den Platz und in den angrenzenden Quartieren vornehmen.

Zentrale Fragestellung soll sein, ob man die durch die Gentrifizierung des Quartiers eingetretenen baulichen und nutzungsbezogenen Veränderungen hören kann, also wie sich die veränderte Raumsituation anhört und inwiefern sich diese von der historischen lokalen Soundscape unterscheidet. Angestrebt werden zwei Teilprozesse, einer tagsüber, einer spätabends bzw. nachts, um zwei vergleichbare Soundscape-Kartierungen zu erhalten.

Die TeilnehmerInnen des Prozesses entwerfen auf Grundlage der übergeordneten Fragestellung ein Forschungs-Setting, kartieren ein selbst festgelegtes Gebiet um den Moritzplatz, befragen ggf. Anreiner und Passanten, recherchieren historische Belege, ordnen und präsentieren die Ergebnisse, die abschließend gemeinsam reflektiert werden sollen. Für die Impuls-Universität sollen ausschließlich die lokalen Begebenheiten und Angebote genutzt werden. Somit wird durch dieses Format neben den direkten Ergebnissen auch die Fähigkeit vermittelt, an anderen Orten selbstständig spontane, themenbezogene Forschungsprojekte zu initiieren und lokales Wissen zu produzieren.

SOUND MAPPING KREUZBERG ist ein Kooperationsprojekt von Mobile Universität und mikromakrowelt. Der Prozess wird von Karsten Michael Drohsel begleitet.

Teil1 findet am 27.09.2013 zwischen 15:00-18:00 Uhr statt. Treffpunkt im Betahaus Cafe; Prinzessinnenstraße 18/19. Bitte Ausschau nach OPENiT Logo an einem der Tische halten.

Teil2 findet am 27.09.2013 zwischen 20:00-22:00 Uhr statt. Treffpunkt im Betahaus Cafe; Prinzessinnenstraße 18/19, wenn schon geschlossen treffen wir uns direkt davor. Bitte Ausschau nach OPENiT Logo halten.

Das gesamte Programm des OPENiT Festival wird tagesaktuell auf der Webseite des Festivals veröffentlicht.

Vortrag im Rahmen der Veranstaltung „Ruhrbanität“ im Dortmunder U

27 Jun

Auf Einladung von Prof. Kurt Wettengl und der Urbanen Künste Ruhr, war Karsten Michael Drohsel gestern zu Gast in der Vortrags- und Diskussionsreihe RUHRBANITÄT 03: Gestalten und Entwerfen. „Die Veranstaltungsreihe RUHRBANITÄT wurde gemeinsam vom Museum Ostwall im Dortmunder U, dem Fachbereich Raumplanung der Technischen Universität Dortmund und Urbane Künste Ruhr ins Leben gerufen, um die besondere Form der Urbanität im Ruhrgebiet näher zu beleuchten und Forschungsprozessen ein öffentliches Forum zu geben.“ (zitiert aus der Ankündigung der Veranstaltung auf der Webseite der Veranstalter)

Im Anschluss an den Vortrag „Beteiligung fängt vor der Beteiligung an – Das Modell einer mobilen Universität zur Schulung der Raumwahrnehmung und Qualifizierung der Beiträge in Beteiligungsverfahren“, der das generelle Konzept der Mobilen Universität, die Mobile Universität Berlin, das Transeuropa Lab sowie die Global Backpack-University vorstellte, fand eine kontroverse Diskussion über die Gestaltung von Entwurfs- und Partizipationsprozessen statt, die rege kommentiert wurde. Leitfragen waren hierbei: „Wie kann ein Gestaltungskonzept in einer polyzentral strukturierten Region aussehen? Welche Begabungen müssen in Gestaltungskonzepten berücksichtigt werden? Welche Prozesse von Partizipation und bürgerschaftlicher Teilhabe können zum Ziel führen?“ (zitiert aus der Ankündigung der Veranstaltung auf der Webseite der Veranstalter)

Interview im Rahmen der Reflexion des BMW Guggenheimlabs durch Dr. Monika Grubbauer

11 Jun

Im Rahmen eines Artikels für die Architekturtheorie-Zeitschrift „Footprint“ der TU Delft reflektierte Dr. Monika Grubbauer aus dem Fachbereich Architektur (Stadtforschungsschwerpunkt) der Technischen Universität Darmstadt das BMW Guggenheim Lab, an dem wir vor knapp einem Jahr teilgenommen haben. Ihr spezielles Interesse ist eine Diskussion über partizipative Formen städtischer Intervention, die sie anhand des Labs und einiger Interviews mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern herausarbeiten will.

Das Interview war sehr intensiv und erlaubte es mir sowohl die Mobile Universität und deren Formate als auch die Teilnahme am BMW Guggenheim Lab nochmals kritisch zu betrachten. Durch ihre Fragen ermöglichte sie einen anderen Blick auf Wirkmechanismen, weiße Flecken in der Konzeption und kritische Größen von Gruppen sowie Einflussbereiche, die durch die Mobile Universität abgedeckt werden können.

Der Artikel soll im Herbst 2013 erscheinen. Link folgt.

Teilnahme am Expertenworkshop „Innovation in der Lehre: Darstellung & Kommunikation von Städtebau und Planung“

26 Apr

Heute war Karsten Michael Drohsel von der Mobilen Universität zu Gast beim internen Workshop „Innovation in der Lehre: Darstellung & Kommunikation von Städtebau und Planung“ des Fachgebiets Städtebau und Siedlungswesen der Technischen Universität Berlin.

Der im Rahmen des Fellowships „Lernen und Lehren im Gegenstromverfahren“ des Stifterverbands stattfindende Workshop hatte zum Ziel sich „zum einen über heutige Anforderungen der Darstellung & Kommunikation von Städtebau und Planung auszutauschen und zum anderen über entsprechende  Lehrmethoden und –formate zu diskutieren. Fragen sind dabei: Welche (neuen) Entwicklungen, Werkzeuge und Methoden der Darstellung und Kommunikation gibt es im Städtebau und im Planungsprozess? Welche Formate eignen sich zur Vermittlung dieser Erkenntnisse und nötigen Fähigkeiten in der Universitätslehre?“ (zitiert aus dem Einladungstext von Prof. Dr.-Ing. Angela Uttke)

Eingeladen waren Expertinnen und Experten verschiedener Universitäten, die sich gemeinsam innert eines moderierten Prozesses den Fragen widmeten und sich über die eigenen Erfahrungen austauschten. Der Workshop war ganztägig angesetzt und endete in einem informellen Gespräch. Die Erkenntnisse sollen in kürze zusammengefasst und in einer Publikation verfügbar gemacht werden.

Workshop Mashup zur Closing Party des BMW Guggenheim Labs am 29. Juli

26 Jul

Erst gab es großen Protest, jetzt soll das Lab am liebsten für immer bleiben. Doch am kommenden Sonntag ist Closing Party und das Lab zieht weiter nach Mumbai, wo es voraussichtlich Anfang September wieder eröffnet werden wird.

Am Sonntag fällt der Vorhang

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Mobile Universität begleitet Mission U-Process in Berlin

8 Jul

Letzte Woche war die Mobile Universität Case-Holder im Mission U Process in Berlin. Mission U ist eine global agierende Initiative, die zum Ziel hat junge Studierende und Social Entrepreneurs zusammenzubringen, zu vernetzen und gemeinsam an konkreten Aufgaben den Theory U Prozess in der Praxis zu testen. Die zugrundeliegende Theorie wurde von Professor Otto Scharmer am MIT in Boston als eine Methode zur Analyse und Entwicklung komplexer sozio-ökonomischer Systeme entwickelt.

Die Arbeitsweise folgt einem rahmengebenden Prozess, der über verschiedene Stufen des Analysierens von Arbeitsabläufen und Informationsflüssen, über mehrere Reflektionszyklen und anschließendem Prototyping zu einem visionären Output führen soll. In diesem Sinne arbeiteten die Studierenden an der Idee einer Global Backpack-University, die in einem Rucksack mitgeführt werden kann und die Funtionen der MUB in einem noch mobileren Objekt beherbergt.

Arbeitsgruppe „Backpack-University“ v.l.n.r.: Lyra, Fumi, Raphael, Liza, Filippa, Kim

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Impressionen von der Eröffnung am 15. Juni

16 Jun

Gestern eröffnete das BMW Guggenheim Lab und die Kuratorin Maria Nicanor, das Berliner Lab Team und die beteiligten Akteure und Initiativen stellen sich vor. Wir waren mit unserer Mobilen Universität vertreten und haben unsere Idee, Funktionsweise und die kommenden Workshops vorgestellt. Anbei ein paar Impressionen.